FSP-Mitgliederversammlung 2017: Zukunft mit neuem Namen und neuen Köpfen

Der neu gewählte Aufsichtsrat des FSP - v.l.n.r.: Dr. Ulrich Flotmann, Prof. Helmut Mair, Dr. Ulrike Northoff, Maria Klein-Schmeink, Prof. Christiane Rohleder, Prof. Thomas Reker

Wichtige Weichen stellte die Mitgliederversammlung des FSP Münster am 6. Dezember 2017. Der neben den psychiatrischen Kliniken regional größte Anbieter in der psycho-sozialen Versorgung sieht sich für die Zukunft personell wie konzeptionell neu und gut gerüstet.

Die vielleicht wichtigste Neuerung: Hinter dem eingeführten Kürzel FSP verbirgt sich nunmehr ein veränderter Name – "Für Soziale Teilhabe und Psychische Gesundheit e.V. Münster". Vorstand Ulrich Hohenbrink erläutert: "Die Anregungen zur Namensänderung kam aus Kreisen unserer Mitarbeiter- wie unserer Klientenschaft. Schließlich ist das Angebotsspektrum des FSP ja mittlerweile weit über die Sozialpsychiatrie im engeren Sinne hinausgewachsen."

Mehr denn je nimmt der FSP insbesondere das Thema Soziale Teilhabe für psychisch erkrankte Menschen in den Fokus. Nicht zufällig standen deshalb die Chancen und Risiken des neuen Bundes-Teilhabegesetz im Mittelpunkt des Fachvortrags: Prof. Claudia Scheytt vom Paritätischen Gesamtverband (Berlin) sah - trotz punktueller Verbesserungen - doch auch erhebliche Risiken für Betroffene und Dienstleister.

Und Teilhabeforschung ist auch das Spezialgebiet von Prof. Christiane Rohleder (KatHo Münster), eine Expertise, die sie nun als neugewähltes Mitglied in den FSP-Aufsichtsrat aktiv einbringen will. Womöglich noch prominenter das zweite "neue Gesicht": Maria Klein-Schmeink (MdB) erhofft sich von ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im AR eine enge, wechselseitige Verzahnung von praktischer Erfahrung und programmatischer Arbeit, wie sie sie als gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag leistet.

Wie dynamisch und zielgerichtet der FSP seine Angebote "für soziale Teilhabe und psychische Gesundheit" weiter ausbauen will, machte AR-Vorsitzender Prof. Helmut Mair in seinem Jahresbericht deutlich: Der Grundstein für eine vergrößerte Einrichtung zur medizinischen Rehabilitation ist gelegt, sie soll im kommenden Jahr fertiggestellt sein. Und neben der verstärkten Sozialraumorientierung - so wird demnächst u.a. ein Repair-Café eröffnet - spielt das Thema Wohnen eine entscheidende Rolle: Bei der Teilnahme an einem Modellprojekt des Bundes ebenso wie bei der Entwicklung von Wohnprojekten auf Flächen der ehemaligen Kasernen in Münster.

Bei so viel Aufbruchstimmung verwunderte es nicht, dass die Mitglieder Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig entlasteten. Und den ausscheidenden AR-Mitgliedern Prof. Patricia Ohrmann (seit 2001) und Britta Anger (seit 1994) für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ganz herzlich dankten.

Zurück zu Aktuelles